Betriebsrat erkämpft Verbesserungen für Leiharbeitskräfte!

„Bessere Konditionen für die Leiharbeitskräfte und deutliche Reduzierung der Leiharbeit bei BMW!“, fordert der BMW IG Metall Betriebsrat. Durch eine Vielzahl von Aktionen und dem konstruktiven Dialog mit dem Unternehmen werden in diesen Themenbereichen ständig Verbesserungen erreicht.

Bereits jetzt arbeiten die bei BMW beschäftigten Leiharbeiterinnen und Leiharbeiter unter erheblich besseren Bedingungen als ihre Kolleginnen und Kollegen in anderen Betrieben. Jetzt erfolgen 3.000 Übernahmen in die BMW Stammbelegschaft. „Mittelfristig werden 6.000 Einstellungen angestrebt“, erklärt Alexander Farrenkopf, BMW VK Leiter, und ergänzt „auch die Fluktuation muss durch weitere Einstellungen ersetzt werden. In den Medien (weiterlesen in der SZ) wird über dieses Thema berichtet.

„Vorerst gibt es keine Leiharbeitsquote auf Unternehmensebene, aber eine verbindliche Regelung hinsichtlich der Stammbelegschaft. Mit dieser Vorgehensweise wird auch der Zunahme der Werkverträge begegnet.“, so Horst Lischka, erster Bevollmächtigter der IG Metall München.

Tarifeinigung in Bayern

Es ist geschafft.
Wir haben einen neuen Tarifvertrag in Bayern.

IG Metall und VBM (Arbeitgeberverband Bayern) haben sich am heutigen Dienstag auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt.
Es wurden im Grundsatz die Regelungen des Pilotabschlusses aus Baden-Württemberg übernommen.

Damit bekommen die Beschäftigten der M&E Industrie in Bayern ab 01.05.2012 4,3% mehr Entgelt.
Azubis werden im Grundsatz unbefristet übernommen und
Betriebsräte erhalten klare Mitwirkungsrechte beim Einsatz von Leiharbeit.
Auch ein Zuschlag auf das Entgelt von Leiharbeitern wurde erfolgreich durchgesetzt.

Ein großes Dankeschön an alle, die diese Tarifrunde unterstützt haben.
Nur durch die überwältigende Beteiligung der Beschäftigten war dieser erfolgreiche Abschluss möglich. Hier die Details.

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Manfred Schoch, BMW Gesamtbetriebsratsvorsitzender, lehnt Leiharbeit nicht komplett ab!

Leiharbeit ist notwendig, damit der Konzern auf Krisen flexibel reagieren kann und die Produktion ohne allzu hohe verbleibende Kosten an eine geringere Nachfrage anpassen kann. Aber es gibt intelligentere Möglichkeiten, auf einen angenommenen Nachfrageeinbruch um 20 Prozent zu reagieren. Wir brauchen eine Art Flexibilitätsbaukasten.

Das gesamte Interview ist hier zu finden.